Aggression als Ressource!
21. März 2026

Ein erfrischender Workshop hin zur eigenen Kraft!

Draußen in der Natur, mitten in Frankfurt, zusammen mit anderen:

Kräfte messen bis der Baumstamm endlich aufbricht! Stärker sein dürfen und nebenbei die eigene Strategie erforschen:

Wie setze ich sonst meine Interessen durch?

In großer Runde und in Kleingruppen erforschen wir unsere Erfahrungen mit Aggressionen:

Was ist mir selbst schon widerfahren?

Wie lasse ich andere wissen, wenn mir etwas nicht passt?

Wie erlebe ich die Welt und mich, wenn ich oder andere etwas durchsetzen?

Die kraftvolle Seite von Aggression werden wir durch die Bezwingung von großen Baumscheiben körperlich erfahrbar machen. In diesem Workshop wird gehackt!

Aggression verstehen – zwischen Zerstörung und Mut

Aggression ist eine grundlegende menschliche Energie. Sie entsteht dort, wo Grenzen berührt oder überschritten werden, wo Bedürfnisse nicht gesehen werden oder wo etwas in uns „Nein“ sagt. Aggression an sich ist weder gut noch schlecht – entscheidend ist, wie wir mit ihr umgehen und wie wir sie ausdrücken.

Aggression und Assertivität – ein wichtiger Unterschied

Aggression zielt darauf ab, Spannung abzubauen oder Macht herzustellen – oft auf Kosten anderer oder auch gegen uns selbst.

Assertivität bedeutet, für sich einzustehen, klar und respektvoll die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Werte zu vertreten, ohne andere zu verletzen oder zu unterdrücken.

  • Aggression: „Ich setze mich durch, egal wie.“
  • Assertivität: „Ich stehe für mich ein – und bleibe in Beziehung.“

Assertivität nutzt die Kraft der Aggression, ohne sie zerstörerisch werden zu lassen.

Wie zeigen wir unsere Aggression?

Aggression äußert sich sehr unterschiedlich. Viele dieser Formen sind uns früh vertraut geworden und oft unbewusst:

  • Schweigen – Rückzug, inneres Zumachen
  • Schreien – explosionsartige Entladung
  • Weggehen – Konfliktvermeidung oder Selbstschutz
  • Sich vertreten / rechtfertigen – Kampf um Anerkennung
  • Ablenken, scherzen, rationalisieren – Ausweichen vor dem Gefühl
  • Auf der Wut „sitzen bleiben“ – Erstarren, innere Spannung halten
  • Sich selbst angreifen – Schuldgefühle, Selbstabwertung

Keine dieser Reaktionen ist „falsch“. Sie erzählen eine Geschichte darüber, wie wir gelernt haben, mit Spannung, Angst und Macht umzugehen.

Wenn Aggression produktiv wird

Produktive Aggression fühlt sich anders an als blinde Wut oder unterdrückter Ärger. Sie ist klar, wach und zielgerichtet.

Typische innere Signale können sein:

  • ein Gefühl von Aufrichtung oder innerer Klarheit
  • Energie, die nach vorne geht, statt zu explodieren oder zu kollabieren
  • ein stimmiges „So nicht – und so ja“
  • Ruhe nach dem Ausdruck, nicht Schuld oder Leere

Hier zeigt sich Aggression als:

  • Zivilcourage – den Mund aufmachen, wenn etwas nicht stimmt
  • Mut – ein Risiko eingehen, um sich selbst treu zu bleiben
  • Grenzsetzung – klar, deutlich und verantwortlich
  • Handlungsfähigkeit – statt Ohnmacht oder Dauerärger

Einladung zur Selbsterforschung

In diesem Workshop geht es nicht darum, Aggression loszuwerden, sondern sie kennenzulernen:

  • Wie zeigt sich meine Aggression?
  • Was darf ich mir erlauben – und was nicht?
  • Wo unterdrücke ich Energie, die mir eigentlich Kraft geben könnte?
  • Wie kann ich meine Aggression so nutzen, dass sie mich stärkt und Beziehungen klärt?

Aggression hat auch eine erfrischende Seite:

So müssen wir manchmal lächeln wenn jemand etwas gerade heraus ausspricht, was andere sich nicht trauen.

Es macht außerdem auch Spaß sich zu miteinander zu messen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn es gelingt eine Baumscheibe zu bezwingen bis das typische Knacken zu hören ist, bevor sie bricht. Erst dann lässt sich das Holz überhaupt erst hacken.

Aggression ist Lebensenergie. Wenn wir lernen, sie bewusst zu spüren, zu regulieren und auszudrücken, kann sie vom inneren Konflikt zur Quelle von Klarheit, Mut und Selbstachtung werden.

Wann: Samstag, 21.03.2026 von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Wo: Gartenpraxis, Frankfurt Bockenheim – Outdoor und am warmen Kamin

Wieviel: 120 €

Wieviele: etwa 10 Teilnehmer*innen – 10 Baumstämme

Mit: Dipl. Psych. – Psychologische Psychotherapeutin, Andrea Schindler

Anmeldung: ab sofort unter: andrea@koerperpsycho.de

TERMINE 2026
21.03.2026